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{"id":290,"date":"2022-04-16T13:44:49","date_gmt":"2022-04-16T11:44:49","guid":{"rendered":"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=290"},"modified":"2022-09-18T16:43:08","modified_gmt":"2022-09-18T14:43:08","slug":"kbw-die-gruenen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=290","title":{"rendered":"KBW &#8211; Die Gr\u00fcnen"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_290 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_290')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_290').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleinpartei\">Kleinpartei<\/a>&nbsp;ging haupts\u00e4chlich aus der im Herbst 1970 gegr\u00fcndeten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistische_Gruppe_(Neues_Rotes_Forum)_Mannheim-Heidelberg&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistischen Gruppe (Neues Rotes Forum) Mannheim-Heidelberg<\/a>&nbsp;(Kurzbezeichnung: KG\/NRF), einer Nachfolgeorganisation des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heidelberg\">Heidelberger<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistischer_Deutscher_Studentenbund\">SDS<\/a>, und dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistischer_Bund_Bremen&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistischen Bund Bremen<\/a>&nbsp;sowie weiteren Zirkeln (\u201eB\u00fcnden\u201c) hervor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1982 stellte der KBW die politische Arbeit weitgehend ein und l\u00f6ste sich nach langwierigen Verhandlungen \u00fcber die Verwertung seines Millionenverm\u00f6gens 1985 auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige seiner Mitglieder wurden sp\u00e4ter in der Bundes- und Landespolitik in f\u00fchrenden Positionen aktiv, darunter<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=287\">Reinhard B\u00fctikofer<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=293\">Winfried Kretschmann<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ursula_L%C3%B6tzer\">Ursula L\u00f6tzer<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krista_Sager\">Krista Sager<\/a>\u00a0<\/li><li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulla_Schmidt_(Politikerin,_1949)\">Ulla Schmidt<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/systembeobachter.org\/?p=468\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Baldur Springmann<\/a>.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den KBW-Gruppen in Freiburg, G\u00f6ttingen und vor allem Heidelberg gab es eine gro\u00dfe \u00dcberschneidung mit den Wortf\u00fchrern im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistischer_Deutscher_Studentenbund\">Sozialistischen Deutschen Studentenbund<\/a>&nbsp;(SDS) und einen entsprechenden Einfluss auf zahlreiche Gruppen der Jugendbewegung. Wichtige Stationen auf dem Weg zu einer bundesweiten Organisation der zun\u00e4chst blo\u00df \u00f6rtlichen bzw. regionalen Zirkel, die schlie\u00dflich den KBW gr\u00fcndeten bzw. mehr oder minder schnell in diesen aufgenommen wurden, waren zun\u00e4chst die Aktionseinheit gegen das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hochschulrahmengesetz\">Hochschulrahmengesetz<\/a>&nbsp;bzw. die Aktionseinheit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunismus\">kommunistischer<\/a>&nbsp;Hochschulgruppen und die Aktionseinheit in der Metalltarifrunde 1971. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Publizistisch erfolgte eine Zusammenarbeit \u00fcber die Bremer&nbsp;<em>Wahrheit<\/em>, die von vielen \u00f6rtlichen Gruppen 1972 und im ersten Halbjahr 1973 nicht nur mit Berichten beliefert, sondern oft auch neben den jeweiligen lokalen \u201aZentralorganen\u2018 \u00f6ffentlich vertrieben wurde. Sie erreichte Auflagenh\u00f6hen von an die 12.000 St\u00fcck<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland#cite_note-5\"> <\/a><\/sup>und stellte das Zentralorgan der Gruppen des \u201aBremer Kommunique\u2018 dar, die sich an den Aufbau des KBW gemacht hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu wurde \u2013&nbsp;vor allem in den Spalten des Heidelberger \u201aNeuen Roten Forums\u2018 (NRF), aber auch in den zahlreichen \u00f6rtlichen theoretischen Organen der Zirkel&nbsp;\u2013, eine intensive Debatte um das \u201aProgramm der westdeutschen Kommunisten\u2018&nbsp;gef\u00fchrt. An dieser Debatte beteiligten sich alle alten Freunde aus den Aktionseinheiten, die anderen Aufbauorganisationen bzw. sich schon f\u00fcr die Partei haltenden Konkurrenzformationen, einige Gruppen der damals zerfallenden KPD\/ML-Zentralb\u00fcro und vor allem zahlreiche Gruppen, die auf dem au\u00dferordentlichen Parteitag der KPD\/ML-Zentralkomitee von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Aust\">Ernst Aust<\/a>&nbsp;ausgeschlossen worden waren. F\u00fcr den KBW konnten dabei einige Gruppen gewonnen werden, andere waren durch die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung zumindest beeindruckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese breite \u00f6ffentliche Diskussion um das Programm mit der gesamten linken Bewegung unterschied den KBW wesentlich von anderen Ans\u00e4tzen. Denn der KB hatte kein Programm und der Rest der K-Gruppen pr\u00e4sentierte sein Programm als fertige Plattform. Das Programm des KBW zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass \u00fcber sogenannte \u201ademokratische Forderungen\u2018 eine Schw\u00e4chung des Staatsapparates einerseits, eine St\u00e4rkung des Bewusstseins und der F\u00e4higkeiten der sog. Volksmassen andererseits bewirkt werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine wohl st\u00e4rkste Attraktivit\u00e4t wies der KBW im Bereich der Bundeswehr auf. Es entstanden zahlreiche gro\u00dfe Soldatengruppen in kurzer Zeit. Der Umstand, dass diese noch dazu gerne auch in Uniform demonstrierten, erschien einigen besorgniserregend. Es wurden gemeinsame Kantinen und gleiche Verpflegung f\u00fcr Offiziere und Mannschaften und die Fortzahlung des bisherigen Lohns gefordert, sowie die Wahl der Offiziere durch das Volk nebst der allgemeinen Volksbewaffnung bzw. die Ersetzung der Bundeswehr durch die \u201aVolksmiliz\u2018. So hie\u00dfen auch viele der zun\u00e4chst \u00f6rtlich-regionalen bzw. sp\u00e4ter bezirklichen Soldatenzeitungen des KBW. Die Berufung auf das Volk und die Demokratie nahm beim KBW manchmal selbstzerst\u00f6rerische Formen an. So bekannten sich im Rahmen der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Fritz_G%C3%BCde&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Fritz G\u00fcde<\/a>-Kampagne \u2013 ein Studienrat, der wegen des Verkaufs von Ausgaben des KBW-Zentralorgans&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistische_Volkszeitung\">Kommunistische Volkszeitung<\/a>&nbsp;(KVZ)<\/em>&nbsp;entlassen werden sollte \u2013 nicht nur viele Hunderte Menschen, die im \u00f6ffentlichen Dienst t\u00e4tig waren bzw. als Auszubildende dies anstrebten, zum Recht des Verkaufs der KVZ. Sie bezichtigten sich sogar selbst in den Spalten der&nbsp;<em>KVZ<\/em>&nbsp;dieses \u201eVergehens\u201c. Sp\u00e4ter versuchte sich der KBW wiederholt nicht nur in Forderungen nach einem Volksentscheid gegen den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwangerschaftsabbruch\">Paragraphen 218<\/a>, sondern auch in verschiedenen St\u00e4dten im Sturz der Magistrate bzw. Senate und Stadtr\u00e4te etc. durch die \u201aVolksmassen\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Unterschied zu anderen Gruppierungen, die aus der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/68er-Bewegung\">68er-Bewegung<\/a>&nbsp;hervorgegangen sind, war der KBW eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kader\">Kaderorganisation<\/a>. Mitglieder f\u00fchrten mindestens 10&nbsp;% ihres Bruttoeinkommens an den KBW ab, dar\u00fcber hinaus wurden Beitr\u00e4ge (z.&nbsp;B. Spenden von Erbschaften) erwartet.&nbsp;Dank dessen verf\u00fcgte der KBW neben einer Reihe hauptberuflicher Funktion\u00e4re auch \u00fcber eine au\u00dfergew\u00f6hnlich gut ausgebaute technische Infrastruktur. Er besa\u00df einen eigenen Fuhrpark mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saab_Automobile\">Saab<\/a>-Limousinen, ein f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse \u00e4u\u00dferst modernes&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datenfern%C3%BCbertragung\">DF\u00dc<\/a>-System (Redactron), Parteigeb\u00e4ude in Frankfurt, Berlin, Bremen und Hamburg, eine eigene Druckerei (Caro-Druck), einen Buchvertrieb (Hager), Verlage (K\u00fchl KG,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=J%C3%BCrgen_Sendler_Verlag&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Sendler<\/a>) sowie \u201eMusterh\u00f6fe\u201c, auf denen mit Methoden \u201eschnellwachsender Eiwei\u00dfproduktion\u201c experimentiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ideologisch stand er dem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maoismus\">Maoismus<\/a>&nbsp;nahe und sympathisierte mit Regimen wie der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksrepublik_China\">Volksrepublik China<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albanien\">Albanien<\/a>&nbsp;oder&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kambodscha\">Kambodscha<\/a>&nbsp;unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pol_Pot\">Pol Pot<\/a><sup>.<\/sup> Der<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uganda\"> ugandische<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diktatur\">Diktator<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Idi_Amin\">Idi Amin<\/a>&nbsp;wurde im Zentralorgan der Partei, der&nbsp;<em>Kommunistischen Volkszeitung<\/em>, lange als fortschrittlicher Staatschef bezeichnet, was parteiintern aber umstritten war. Der KBW unterst\u00fctzte aktiv auch Freiheitsbewegungen wie den&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/African_National_Congress\">African National Congress<\/a>&nbsp;(ANC) in S\u00fcdafrika und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zimbabwe_African_National_Union\">ZANU<\/a>&nbsp;in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Simbabwe\">Simbabwe<\/a>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund dieser Ausrichtung kam es gelegentlich innerhalb der linken Szene in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankfurt_am_Main\">Frankfurt am Main<\/a>, wo der KBW ab Mai 1977 sein Hauptquartier in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mainzer_Landstra%C3%9Fe\">Mainzer Landstra\u00dfe<\/a>&nbsp;147 ansiedelte, zu Rangeleien mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sponti\">Sponti<\/a>gruppen&nbsp;um&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daniel_Cohn-Bendit\">Daniel Cohn-Bendit<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joschka_Fischer\">Joschka Fischer<\/a>. Mehrfach versuchte der KBW auch, in Orten, wo er st\u00e4rker vertreten war, Veranstaltungen anderer linker Organisationen zu st\u00f6ren. Der Hauptgegner des KBW war aber der \u201eb\u00fcrgerliche Staat\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der internationalen Politik verfolgte der KBW eine Position des Antihegemonismus und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blockfreiheit\">Blockfreiheit<\/a>, was in u.&nbsp;a. in der <strong>Parole \u201eNieder mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/NATO\">NATO<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warschauer_Pakt\">Warschauer Pakt<\/a>\u201c<\/strong> zur Zeit der Zuspitzung des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kalter_Krieg\">kalten Krieges<\/a>&nbsp;in Europa Ausdruck fand, aber auch in der Unterst\u00fctzung der Befreiungsbewegung in&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Afghanistan\">Afghanistan<\/a>&nbsp;gegen die Besatzung durch die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sowjetunion\">Sowjetunion<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders als die Spontigruppen geh\u00f6rte der KBW seinem Selbstverst\u00e4ndnis nach im engeren Sinne nicht zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition\">Au\u00dferparlamentarischen Opposition<\/a>: <strong>Er betrachtete sich vielmehr von vornherein als einen \u201eParteiansatz\u201c, der schlie\u00dflich zur Gr\u00fcndung einer eigentlichen kommunistischen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politische_Partei\">Partei<\/a>&nbsp;ausgebaut werden sollte.<\/strong> So beteiligte er sich auch von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1974\">1974<\/a> bis <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1981\">1981<\/a> offiziell an Wahlen. Die Chemielaborantin&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helga_Rosenbaum\">Helga Rosenbaum<\/a>&nbsp;vertrat den KBW z.&nbsp;B. im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gemeinderat_(Deutschland)\">Gemeinderat<\/a>&nbsp;von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heidelberg\">Heidelberg<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sp\u00e4tere&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesministerium_f%C3%BCr_Gesundheit_und_Soziale_Sicherung\">Bundesgesundheitsministerin<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulla_Schmidt_(Politikerin,_1949)\">Ulla Schmidt<\/a>&nbsp;kandidierte auf der Landesliste NRW des KBW<\/strong> auf Platz 2 bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_1976\">Bundestagswahl 1976<\/a>&nbsp;und als Direktkandidatin in Aachen Stadt.&nbsp;Neben Ulla Schmidt waren folgende ehemalige KBW-Genossen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mitglied_des_Deutschen_Bundestags\">Mitglieder des Deutschen Bundestags<\/a>&nbsp;der 17. Wahlperiode:&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ursula_L%C3%B6tzer\">Ursula L\u00f6tzer<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Linke\">Die Linke<\/a>) und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krista_Sager\">Krista Sager<\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen\">B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/a>).&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Winfried_Nachtwei\">Winfried Nachtwei<\/a>, der von 1994 bis 2009 Abgeordneter f\u00fcr B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen im Deutschen Bundestag war, trat nicht mehr zu dieser Wahl an. L\u00f6tzer und Sager kandidierten nicht mehr bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2013\">Bundestagswahl 2013<\/a>&nbsp;(18. Wahlperiode).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die h\u00f6chste Mitgliederzahl \u2013 ca. 2.600 \u2013 erreichte der KBW&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1976\">1976<\/a>.&nbsp;Dar\u00fcber hinaus gab es angeschlossene Organisationen wie die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gesellschaft_zur_Unterst%C3%BCtzung_der_Volksk%C3%A4mpfe\">Gesellschaft zur Unterst\u00fctzung der Volksk\u00e4mpfe<\/a>&nbsp;(GUV) f\u00fcr ausgebildete Akademiker (ca. 800 Mitglieder), die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Soldaten-_und_Reservistenkomitee\">Soldaten- und Reservistenkomitees<\/a>&nbsp;f\u00fcr die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antimilitarismus\">antimilitaristische Arbeit<\/a>&nbsp;und die Komitees und Initiativen gegen den \u00a7&nbsp;218. An den Hochschulen verf\u00fcgte der KBW \u00fcber keine einheitliche bundesweite Studentenorganisation. Auf seiner politischen Linie arbeiteten der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistische_Studentenbund&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistische Studentenbund<\/a>&nbsp;(KSB), die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistische_Hochschulgruppe&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistische Hochschulgruppe<\/a>&nbsp;(KHG) bzw. weitere Gruppen mit anderen Namen<sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland#cite_note-16\">  <\/a><\/sup>(ca. 2.100 Mitglieder), allerdings keineswegs alle \u00f6rtlichen Vereinigungen dieser Namen. Die anfangs lokalen \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistische_Sch%C3%BClergruppen&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistischen Sch\u00fclergruppen<\/a>\u201c (KSG), \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistischer_Obersch%C3%BClerbund&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistischen Obersch\u00fclerb\u00fcnde<\/a>\u201c (KOB) und \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistischer_Arbeiterjugendbund&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistischen Arbeiterjugendb\u00fcnde<\/a>\u201c (KAJB), wurden ab 1976 zu einem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Kommunistischen_Jugendbund&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Kommunistischen Jugendbund<\/a>&nbsp;(KJB) (ca. 540 Mitglieder) zusammengefasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch einen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kronzeuge\">Kronzeugen<\/a>, den der Verfassungsschutz Schleswig-Holstein Ende 1978 pr\u00e4sentierte, erfuhr die \u00d6ffentlichkeit, dass der KBW von seinen Mitgliedern nicht nur hohen finanziellen, sondern auch gro\u00dfen zeitlichen Einsatz erwarte und auch vor \u201epsychischem Terror\u201c nicht zur\u00fcckschrecke. <br>Dabei wurde auch erw\u00e4hnt, <strong>dass der KBW von seiner Mitgliederstruktur her nicht die \u201eproletarische\u201c Organisation war<\/strong>, die er gerne sein wollte. In seinen Reihen waren auffallend viele \u00c4rzte, Lehrer, ca. 70 Rechtsanw\u00e4lte, Professoren (und bis zu ihrem Austritt ca. 1974\u20131975 auch etwa f\u00fcnf evangelische Pfarrer). Die Pastoren wurden vor die Alternative des Austritts aus der Kaderorganisation, d.&nbsp;h. die R\u00fcckversetzung in den Sympathisantenstatus ohne Wahlrecht bei sensiblen Angelegenheiten, oder des Austritts aus der Kirche und Niederlegung ihrer Profession gestellt. Im Raum Hamburg betraf dies drei Pastoren, also eine kleine Minderheit gegen\u00fcber der eher KB-nahen Konkurrenz im innerhalb konfessioneller Strukturen verbleibenden Nordelbischen Arbeitskreis Kirche \u2013 NAK. Eine Brosch\u00fcre \u201aReligion, Opium des Volkes\u2018,&nbsp;die eine der ca. zwei Dutzend ersten KBW-Brosch\u00fcren der Jahre 1973\u20131975 war, die in 30 000 bis 80 000 St\u00fcck aufgelegt und auch meist verkauft wurden, wurde ver\u00f6ffentlicht. Vor allem jugendliche Teile der evangelischen Gemeinden in Hamburg-Bramfeld (Pastorin Edda Groth), Quickborn\/Ellerau (Pastor Eckard Gallmeyer, es wurde u.&nbsp;a. eine Initiativgruppe f\u00fcr eine Gemeindearbeit im Interesse der Bev\u00f6lkerung als Herausgeberin der Ortsbeilage der KVZ aktiv) und Norderstedt (Pastor Karl-Helmut Lechner) wurden teilweise in den KBW bzw. dessen&nbsp;<em>Massenorganisationen<\/em>&nbsp;\u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geleitet wurde der KBW von einem anfangs 11-k\u00f6pfigen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentralkomitee\">Zentralkomitee<\/a>&nbsp;(ZK), das j\u00e4hrlich (sp\u00e4ter zweij\u00e4hrlich, zuletzt wieder j\u00e4hrlich) von einer Delegiertenkonferenz gew\u00e4hlt wurde. Die Funktion des ZK-Sekret\u00e4rs wurde ohne Unterbrechung von der wichtigsten F\u00fchrungsfigur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joscha_Schmierer\">Joscha Schmierer<\/a>&nbsp;ausge\u00fcbt, der auch als Herausgeber des Zentralorgans des KBW&nbsp;<em>Kommunistische Volkszeitung<\/em>&nbsp;und des theoretischen Organs&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunismus_und_Klassenkampf\">Kommunismus und Klassenkampf<\/a>&nbsp;fungierte. Nach deren Einstellung bestimmte er seit 1983 als Chefredakteur den politischen Kurs der Zeitschrift&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommune._Forum_f%C3%BCr_Politik,_%C3%96konomie_und_Kultur\">Kommune<\/a>, die inzwischen als Organ der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Realo\">Realo<\/a>-Fraktion der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen\">Gr\u00fcnen<\/a>&nbsp;gilt. Seit 1999 war Schmierer im Planungsstab des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ausw%C3%A4rtiges_Amt\">Ausw\u00e4rtigen Amts<\/a>&nbsp;zust\u00e4ndig f\u00fcr Grundsatzfragen der Europapolitik. Der KBW beruhte programmatisch auf einer Organisationsform, die als \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demokratischer_Zentralismus\">Demokratischer Zentralismus<\/a>\u201c bezeichnet wurde, \u00e4hnlich der Organisationsform unter Lenin oder Mao. Dem Programm gem\u00e4\u00df erhielten gew\u00e4hlte Kader eine Art Kommandantenstatus, wobei sie aber auch jederzeit mit einer Zweidrittelmehrheit abgew\u00e4hlt werden konnten. In der Praxis f\u00fchrte dies selten zur Abwahl, aber \u00fcblicherweise zur Opposition in Form von Nichterscheinen zu Aktionen, \u2013 wie vor allem bei den \u00d6lkrisenprotesten Ende 1973 (s.&nbsp;u.), wo oft nur die H\u00e4lfte der Vollmitglieder an den M\u00e4rschen teilnahm bzw. diese ganz abgesagt wurden \u2013, bzw. zur schlichten Nichtkommunikation k\u00e4mpfender Basiseinheiten mit der Leitung. So wurde von Streiks oder Aktionen, in denen KBW-Zellen selbst initiativ waren, der Leitung oft erst berichtet, wenn diese l\u00e4ngst vor\u00fcber waren. Dies f\u00fchrte bereits bei der wilden Streikwelle 1973, die sich w\u00e4hrend der Gr\u00fcndung des KBW vollzog, zum Unmut im ZK bzw. zur H\u00e4me bei der Konkurrenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist \u2013 leider \u2013 kein Zufall, dass Umweltschutz und Rechtsextremismus so<br>gut zusammenpassen. \u00abIm Verlauf der \u00d6kologiegeschichte waren es entgegen<br>der heute vorherrschenden Meinung nicht etwa anarchistische, marxistische,<br>sozialdemokratische oder liberale Str\u00f6mungen, die den Charakter der \u00d6kologie<br>entscheidend pr\u00e4gten\u00bb, schrieb Oliver Geden 1996 in seinem Buch \u00abRechte<br>\u00d6kologie\u00bb. \u00abEs war zumeist konservatives bis faschistisches Gedankengut, das<br>sowohl der \u00f6kologischen Wissenschaft als auch den \u00f6kologischen Bewegungen<br>seinen Stempel aufdr\u00fcckte.\u00bb Geden zeichnet nach, wie eng die Begr\u00fcndung der<br>\u00d6kologie seit dem sp\u00e4ten 19. Jahrhundert mit sozial-darwinistischem und rassistischem Denken verzahnt war. <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/sites\/default\/files\/Braune-Oekologen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommunistischer Bund Westdeutschland(https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland) Der&nbsp;Kommunistische Bund Westdeutschland&nbsp;(KBW) war eine maoistische westdeutsche&nbsp;K-Gruppe, die von 1973 bis Anfang 1985 bestand. Die&nbsp;Kleinpartei&nbsp;ging haupts\u00e4chlich aus der im Herbst 1970 gegr\u00fcndeten&nbsp;Kommunistischen Gruppe (Neues Rotes Forum) Mannheim-Heidelberg&nbsp;(Kurzbezeichnung: KG\/NRF), einer Nachfolgeorganisation des&nbsp;Heidelberger&nbsp;SDS, und dem&nbsp;Kommunistischen Bund Bremen&nbsp;sowie weiteren Zirkeln (\u201eB\u00fcnden\u201c) hervor. 1982 stellte der KBW die politische Arbeit weitgehend ein und l\u00f6ste sich nach &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=290\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKBW &#8211; Die Gr\u00fcnen\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-290","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=290"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/290\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":473,"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/290\/revisions\/473"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/systembeobachter.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}