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{"id":88,"date":"2020-03-25T03:30:37","date_gmt":"2020-03-25T02:30:37","guid":{"rendered":"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=88"},"modified":"2020-04-16T21:22:09","modified_gmt":"2020-04-16T19:22:09","slug":"einheit-516","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/systembeobachter.org\/?page_id=88","title":{"rendered":"Einheit 516"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_88 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_88')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_88').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Sch\u00e4tzungsweise 700.000 (japanische Sch\u00e4tzung) bis 2.000.000 (chinesische Sch\u00e4tzung) in Japan hergestellte chemische Waffen wurden in China begraben. Bis 1995 hatte sich Japan geweigert anzuerkennen, dass es chemische Waffen im Nen zwischen Heilongjiang und Hulunbei&#8217;er abgeladen hatte und riesige Mengen zur\u00fcckgelassen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Phosgen <\/strong>(Trivialname f\u00fcr Kohlenoxiddichlorid oder Carbonylchlorid, COCl\u2082, das Dichlorid der Kohlens\u00e4ure.)<br>Phosgen wurde 1812 von John Davy, dem j\u00fcngeren Bruder von Sir Humphry Davy, entdeckt. Der Name Phosgen (griech.: durch Licht erzeugt; vgl. biogen, anthropogen) stammt von der von ihm durchgef\u00fchrten photoinduzierten Addition von Chlorgas an Kohlenstoffmonoxid.  Der Einsatz von Phosgen als chemischer Gaskampfstoff (Gr\u00fcnkreuz) war f\u00fcr den Gro\u00dfteil der etwa 90.000[7] Gastoten des Ersten Weltkriegs verantwortlich. <br>Da Phosgen schlecht wasserl\u00f6slich ist, gelangt es beim Einatmen bis zur Blut-Luft-Schranke in die Lungenbl\u00e4schen (Alveolen). Aufgrund der dort vorhandenen Feuchtigkeit zersetzt es sich in den Alveolen allm\u00e4hlich zu Kohlenstoffdioxid und Salzs\u00e4ure. Die Salzs\u00e4ure ver\u00e4tzt das Lungengewebe und die Alveolen. Dies f\u00fchrt nach zwei bis drei Stunden zu qu\u00e4lendem Husten, Zyanose und Lungen\u00f6demen und endet meist t\u00f6dlich. Der Tod tritt in der Regel durch Ersticken bei vollem Bewusstsein ein. Hohe Dosen k\u00f6nnen auch binnen Sekunden oder Minuten zum Tod f\u00fchren, indem die Phosgenmolek\u00fcle in hoher Anzahl mit den Aminos\u00e4uren der Alveolenw\u00e4nde reagieren und den Sauerstoffaustausch verhindern. Anders als Senfgas wird Phosgen nur durch die Lunge aufgenommen, nicht \u00fcber die Haut.\u00a0 (Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Phosgen\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Phosgen<\/a>)<br><br><strong>Cyanwasserstoff (Blaus\u00e4ure)<\/strong><br>ist hochgiftig. Ihre t\u00f6dliche Wirkung wurde in der Geschichte verschiedentlich gegen Menschen eingesetzt, vor allem bei den Massenmorden zur Zeit des Nationalsozialismus im KZ Auschwitz. Blaus\u00e4ure ist extrem giftig, schon 1\u20132 mg Blaus\u00e4ure pro kg K\u00f6rpermasse wirken t\u00f6dlich. Die Aufnahme kann, neben der direkten Einnahme, auch \u00fcber die Atemwege und die Haut erfolgen. Letzteres wird durch Schwei\u00df beg\u00fcnstigt, da Blaus\u00e4ure eine hohe Wasserl\u00f6slichkeit besitzt.<br>Die prim\u00e4re Giftwirkung besteht in der Blockade der Sauerstoff-Bindungsstelle in der Atmungskette der K\u00f6rperzellen. Dabei bindet sich das Cyanid irreversibel an das zentrale Eisen(III)-Ion des H\u00e4m-a3-Kofaktors in der Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien. Durch die Inaktivierung des Enzyms kommt die Zellatmung zum Erliegen, die Zelle kann den Sauerstoff nicht mehr zur Energiegewinnung verwerten, und es kommt damit zur sogenannten \u201einneren Erstickung\u201c. Der K\u00f6rper reagiert auf den vermeintlichen Sauerstoffmangel mit einer Erh\u00f6hung der Atemfrequenz. Da der Sauerstoff im Blut nicht verwertet werden kann und sich in Folge auch im ven\u00f6sen Blut ansammelt, zeigt sich eine hellrote F\u00e4rbung der Haut. Schlie\u00dflich sterben die Zellen an Mangel an ATP, das normalerweise in der Zellatmung gebildet wird. Die Bindung des Cyanids an Eisen(II)-Ionen ist vergleichsweise schwach. Die Inaktivierung des H\u00e4moglobins spielt daher bei Vergiftungen eine untergeordnete Rolle. <br>Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cyanwasserstoff<br><br><strong>Brombenzylcyanid und Chloracetophenon<\/strong> <br>Brom- und Chloraceton geh\u00f6rten zu den ersten kriegsm\u00e4\u00dfig eingesetzten Kampfstoffen. Im Ersten Weltkrieg kamen sie beispielsweise von deutscher Seite unter dem Namen Wei\u00dfkreuz zum Einsatz. Im Vietnamkrieg wurden CN und CS von den amerikanischen Streitkr\u00e4ften eingesetzt, um Gegner aus unterirdischen Tunneln und G\u00e4ngen zu vertreiben. Des \u00d6fteren wurde dabei so viel von dem \u2013 in geringerer Dosierung als Tr\u00e4nengas eingesetzten \u2013 Reizstoff verwendet, dass alle Betroffenen dadurch ums Leben kamen.  Die Bezeichnung Tr\u00e4nengas wird f\u00fcr den nicht kriegsm\u00e4\u00dfigen Einsatz von Augenkampfstoffen verwendet. Schon zuvor (und zum Teil noch heute) wurden sie von der Polizei bei Aufst\u00e4nden und Krawallen verwendet. Sp\u00e4ter wurden CN und CS als Wirkstoffe der chemical mace (\u201eChemische Keule\u201c), eines Selbstverteidigungssprays, verwendet.  <br>Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Augenkampfstoff<br><br><strong>Diphenylcyanoarsin und Diphenylchlorarsin<\/strong> <br><br><strong>Arsentrichlorid <\/strong><br><br>Schwefelsenf <br><br><strong>Lewisit <\/strong>(chlorhaltige organische Arsenverbindung)<br><br><br>Am Ende des Zweiten Weltkriegs begrub die kaiserliche japanische Armee einige ihrer chemischen Waffen in China, aber die meisten wurden von der sowjetischen Roten Armee, der Volksbefreiungsarmee und der Kuomintang-Armee zusammen mit anderen Waffen beschlagnahmt. Die Sowjetunion \u00fcbergab diese Waffen sp\u00e4ter an China (ROC), das sie dann begrub. Japanische chemische Waffen wurden sp\u00e4ter gemischt mit sowjetischen und chinesischen chemischen Waffen gefunden. Das japanische Nationale Institut f\u00fcr Verteidigungsstudien verf\u00fcgt \u00fcber eine Liste japanischer Waffen, die von der Kuomintang-Armee beschlagnahmt wurden, sowie eine Liste der Arten chemischer Waffen. Es wurden keine Einziehungsunterlagen \u00fcber die Republik China \/ Russland gefunden. Kein Land hat jedoch Aufzeichnungen \u00fcber die Standorte der vergrabenen chemischen Waffen. China hat begonnen, diese verlassenen Waffen zur Zerst\u00f6rung und Bestattung zu sammeln. Sie sind derzeit im abgelegenen Dunhua County in Haerbaling, Provinz Jilin (\u5409\u6797), begraben<br><br><br>https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Unit_516<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einheit 516\u00a0war eine streng geheime japanische Chemiewaffenanlage, die von den Kempeitai in Qiqihar, dem von Japan besetzten Nordosten Chinas, betrieben wurde. Der Name Unit 516 war ein Codename (Ts\u016bsh\u014dg\u014d) der Unit. 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